N´amercaá …

… Geschichten aus der gnadenlosen Stadt.

Mein bescheidener Kniefall vor den Low-Fantasy-Göttern meiner Jugend – Robert E. Howard und Karl Edward Wagner. Damals (hach …), als ich noch Zeit hatte, dem Pen&Paper-Rollenspiel zu frönen und manchmal auch zu larpen – schon damals mochte ich es hart und düster. Fließende Grenzen zwischen Gut und Böse. Moralisch grau. Schurken in dunklen Gassen. Huren mit Gift auf den Lippen. Dunkle Zauberer mit geheimer Agenda. Das Licht der Fackeln, das sich auf den Klingen und den Kettenhemden bricht. Gewissenlose Söldner und eine allumfassende, schwarzmagische Verschwörung.

All das findet man auch in N´amercaá – Geschichten aus der gnadenlosen Stadt. Mosaikartige Geschichten portraitieren diesen finsteren, labyrinthischen Inselstaat, der keinen Fehler je verzeiht.

Episode 1 – Messerwunden

Messerwunden - N´amercaá - Geschichten aus der gnadenlosen Stadt 1

N´amercaá – Düstere Low-Fantasy

Von stürmischer See umgeben, erhebt sich die Inselstadt in den grauen Himmel. Babylonisch und stolz, eine aberwitzige Ansammlung von Straßen und Gassen, von Treppen und Palästen, von Tempeln, Türmen, Wehrmauern und Verliesen.

Hier kämpfen die Straßenkinder bis aufs Blut um die Brosamen von den Tischen der, auf ewig untereinander verfeindeten, Adelshäuser und der kleine Bürger versucht sich einen Rest seiner Menschlichkeit zu bewahren während er ums Überleben bettelt und sich den Gesetzen des unsterblichen Inselkönigs beugt.

Vor diesem Hintergrund spielen Bruckmanns Geschichten um Gier, Rache, Verrat und Tod. Seine Helden sind keine strahlenden Ritter, keine Parzivals und keine Aragorns. Oft sind es Verbrecher, Giftmischer und Huren, die meist sich selbst am Nächsten sind und an deren Schicksal wir teilhaben dürfen.

In diesem ersten Band von Geschichten und Erzählungen aus der gnadenlosen Stadt N´amercaá, erleben wir, wie Igben, der Dieb, ein Komplott aufdeckt und Rache nimmt. Und wir erfahren, welchen Preis er dafür zu zahlen hat.

Willkommen in N´amercaá, der gnadenlosen Stadt!

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Episode 2 – Das Gasthaus

Das Gasthaus - N´amercaá - Geschichten aus der gnadenlosen Stadt 2

N´amercaá – Düstere Low-Fantasy

Es vergingen einige Sekunden, in denen Kaan die Pein, die das lange nachhallende Klopfen in seinem Schädel verursachte, erfolglos zu überwinden versuchte.
Dann wurde die Tür von der anderen Seite aus entriegelt. Helles Licht fiel in den Gang und blendete ihn. Beinahe gleichzeitig stießen ihn die Frauen mit unglaublicher Kraft voran, durch die Tür hindurch, er fiel, riss sich, als sein Schädel aufschlug, mit den spitzen Splittern seiner eigenen Schneidezähne die Zunge auf und rollte keuchend mehrere Meter über den Boden.
Als sich seine Augen an die Helligkeit gewöhnt hatten, die von einer Vielzahl von Ewigfeuern herrührte, erkannte er, dass sie um ihn herumstanden und debattierten.

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Episode 3 – Im Streitkreis

Im Streitkreis - N´amercaá - Geschichten aus der gnadenlosen Stadt 3

N´amercaá – Düstere Low-Fantasy

Ob das Rigon war? Der blonde Jüngling neben der Lady? Drahtig, groß, mit langen Armen, fast schon zu dünn für einen Duellisten, aber dennoch – er könnte es sein. Die Kunde von seinem Talent hatte schnell die Runde gemacht und es spannen sich bereits beinahe so viele Legenden um den Emporkömmling, wie um den Inselkönig selbst. Angeblich hatten die Schwertmeister des Hauses Salzkraken das tödliche Potential des Jungen schon in seiner Kindheit erkannt, und fortan alles daran gesetzt, es zu fördern. Das war kein Wunder; die kleineren Häuser hatten keine andere Möglichkeit, ihre Interessen zu vertreten oder aufzusteigen. Für sie gab es nur die Streithalle. Sie hatten einfach nicht genug Truppen um in den allgegenwärtigen Straßenkämpfen zwischen den Häusern Siege davon zu tragen.

Natürlich gab es diese Kämpfe offiziell nicht, aber – das wusste Erjik, und das wusste jeder, der auf N´amercaá lebte – es verging kaum eine Nacht, ohne dass irgendwo auf den Straßen der riesigen Inselstadt Blut vergossen wurde.

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– Leseproben –